SUPERGAU FÜR ZEIT­GENÖSSISCHE KUNST

Supergau lädt heimische und internationale Künstler*innen unterschiedlicher Genres zu einer Auseinandersetzung mit der Frage, was ländliche Regionen zu außergewöhnlichen Orten zeitgenössischer Kunst macht. Ob es die großmaßstäblichen Räume sind, die möglichen Verbindungen mit dem kultivierten Naturraum, neue Publikumssituationen oder andere Perspektiven auf Themen wie Mobilität, Landschaftsromantik und Digitalisierung. Durch die Zusammenarbeit von Gemeinden, Bewohner*innen und Künstler*innen entsteht alle zwei Jahre für die Dauer von jeweils 10 Tagen der Supergau: ein neuer künstlerischer Bezirk im Land Salzburg. Die Themen zielen auf einen Kunstraum ab, der in der öffentlichen Meinung hinter dem der Stadt rangiert. Es geht dabei gerade nicht um Konkurrenz zur Stadt, sondern um die Erweiterung des künstlerischen Handlungsfeldes.
Supergau ist temporär. Alle zwei Jahre wird an einem Supergau gearbeitet, den Anfang machte im Mai 2021 der Salzburger Flachgau, das Konzept dazu kam von Tina Heine und Theo Deutinger. Das Festival basiert auf der Initiative des Landes Salzburg. Seit 2022 liegt die künstlerische Leitung bei Tina Heine. 2023 ist der Lungau Austragungsort für den Supergau für zeitgenössische Kunst.

Supergau ist suchend, tastend, fragend, performativ und beobachtend zugleich. Es entbehrt kommerzielle Verwertungslogiken, setzt dennoch auf Sichtbarkeit und Mitsprache.



Supergau © Salic

Supergau © Salic

Bustopia Flachgau ©  Sophia Sieder

Bustopia Flachgau © Sophia Sieder

URSA MAJOR (minor est!) ©  Luca Serasini

URSA MAJOR (minor est!) © Luca Serasini

Vocal Naps Boot © Prinz

Vocal Naps Boot © Prinz

Landschaft - Benedikt Meixl & Lukas Bofinger

Landschaft - Benedikt Meixl & Lukas Bofinger

Team Supergau Lungau © Bernhard Müller

Team Supergau Lungau © Bernhard Müller

Stiflerhupfn © ExperimentalSetup

Stiflerhupfn © ExperimentalSetup

Team Supergau Flachgau © Bernhard Müller

Team Supergau Flachgau © Bernhard Müller

Superort Hof © Philippe Gerlach

Superort Hof © Philippe Gerlach

Ackerei, Autobahnmassagen und Sirenengesänge

Tausend Quadratkilometer für zeitgenössische Künste: Zwischen 26. Mai und 4. Juni 2023 wird der Lungau zum Supergau. Techno-Traktor-Strick Performances, Orgelklänge aus einem Holzpolter, Heilanwendungen an einem Entlüftungsschacht und eine Sternenfabrik zum Mitmachen sind nur ein paar Beispiele für alle Neugierigen, die sich auf eine Entdeckungsreise durch den Lungau aufmachen werden.

künstlerisch, kulinarisch, lustvoll - ernsthaft aber auch mit einem Augenzwinkern
Welche Zukünfte liegen im Lungau, wieviel Potential für ein nachhaltiges und lebenswertes Miteinander und wieviel Raum gibt es hier für die Kunst? Supergau beleuchtet diese und andere Fragen gemeinsam mit KünstlerInnen, Lungauer*innen und mit Besucher*innen. Während der Flachgau mit seiner ebenfalls 1000 qkm² Fläche gut 140.000 Einwohner*innen zählt, ist der Lungau mit seinen ca. 20.000 Bewohner*innen deutlich dünner besiedelt und liegt zudem höher.

Nachhaltigkeit und Mobilität
Im Sinne der Nachhaltigkeit wird unter anderem in Zusammenarbeit mit Salzburg Verkehr und dem Biosphärenpark ein Mobilitätskonzept erarbeitet, für die BesucherInnen eine Landkarte zum Wandern und Radfahren erstellt und mit lokalen AkteurInnen vor Ort kooperiert, gebaut, gekocht und gedacht.

Eine Pop Up Universität und eine fahrbare Suppenküche
Im Lungau darf die Kulinarik nicht fehlen – kein Wunder, dass eines der über 400 eingereichten Projekte mit in die Auswahl kam: Suppengau heißt das Projekt der Lungauer Kulturvereinigung aus Tamsweg. Sie präsentieren sich mit ihren täglich frisch gekochten Suppen aus dem Lungau, aus Syrien und aus der Ukraine als kulinarischer Grundversorger - vor Ort in der KUNST HALLE FÜR ALLE in Tamsweg und unterwegs im Supergau. Sicher machen Sie dabei auch einmal auf dem Camping Campus halt. Diese Pop Up Universität auf dem Gelände der Glashütte in St. Michael ist eine mobile Forschungsstation, ein Studierenden Camp und Anlaufstelle für alle, die noch nicht die Lust am Fragen und Lernen verloren haben.

Beteiligte KünstlerInnen, Kollektive & Projekte

18 von einer Jury ausgewählte Projekte mit über 40 beteiligten Künstler*innen befassen sich unter anderem mit den Themen Umwelt und Landwirtschaft, mit Abwanderung, Räumen für die Jugend und der Frage was gute Orte des Lernens sind. Dabei laden sie zu Konzerten und Performances, in temporäre Wirtshäuser oder auf den Camping Campus. Der Supergau steht allen offen und lädt ein, sich mit Zeit und Neugierde auf den Weg zu machen. Es gibt viel zu entdecken und viele interessante Leute zu treffen.

Elisabeth Falkinger, Petra Sturm, Johanna Schlömicher, Veronika Persché, Clara Jacquemard (Feldarbeiter*innen), Anna Glassner, Nicole Krenn, Monika Rabofsky (Vocal Naps Lungeng-Gau), Florian Gwinner (Polterorgel), Benedikt Meixl, Lukas Bofinger (Landschaft), Katrin Froschauer, Valentin Backhaus (Blubb und Lall), Karawane Parkraum: Maire Cordts, Sina Jansen, Selina Schlez, Lukas Wichmann, Jascha Jansen, Felix Kampeter, Laura Koch, Dominik Berton, Yann Colonna, Andries De Lange (Trans: Aktion Lungau), Kurort Kuratorium: Kai Behrendt, Meriel Brütting, Julia Rautenhaus, Ivo Schneider (Vibra Alpina), Kollektiv EXPERIMANTAL SETUP (Stiflerhupfn), Johanna Lettmayer (L wie Liab), Fabian Lanzmaier, Andreas Zißler (Habitat 23), Lungauer Kulturvereinigung (Suppengau), Christina Morbi, Aurora Destro (Sundial), Stefano Mori, Matthias Leboucher (Shapes of Rain), Evamaria Müller (S.irene), Rainer Noebauer-Kammerer (SIN KIN), Luca Serasini (URSA MAJOR (minor est!)), Edwin Stolk (Conversation Pieces), Studio Klampisan (foolish land-clearers).

Sämtliche Projekttitel und KünstlerInnen finden Sie unter www.supergau.org

Weitere Referenzen ansehen

Mühlbach 11
5141 Moosdorf | Österreich